Baustelle Drehscheibe


Baustelle Drehscheibe:
Restaurierung eines technischen Denkmals

Die denkmalgeschützte Drehscheibe gilt im wahrsten Sinne des Wortes als Dreh- und Angelpunkt des Kultur- und Museumsprojektes Bahnpark. Die Drehscheibe wurde 1922 von der Firma Noell in Würzburg gebaut und besitzt als "drehbare Brücke" eine Tragfähigkeit von 176 Tonnen. Mit ihr wurden früher Lokomotiven in die jeweilige Fahrtrichtung gedreht oder auf die 29 Fahrzeugstände im Rundhaus verteilt. Zwischen Mai 2011 und Mai 2015 wurde die Drehscheibe einer gründlichen Restaurierung unterzogen, bei welcher ihre ursprüngliche Tragkraft von 176 Tonnen wieder hergestellt wurde.

Die Schirmherrschaft über die denkmalgeschützte Drehscheibe und deren Sanierung hat übernommen Herr Jürgen Reichert, Präsident Bezirkstag Schwaben.

Ausführende Firmen und Ingenieurbüros:

Der Bahnpark Augsburg bedankt sich ganz herzlich bei folgenden Institutionen, die die Sanierung der Drehscheibe großzügig gefördert haben:

 

Hier finden Sie eine Chronik der Arbeiten

Sonntag, 17. Mai 2015

Zahlreiche Besucher zum Festakt:
Bezirkstagspräsident Reichert übergibt Drehscheibe dem Betrieb

Mit einem Bahnparkfest wurde die sanierte Drehscheibe dem Betrieb übergeben. Als Schirmherr durchschnitt Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert ein rotes Band und ließ die erste Dampflokomotive nach den rund vierjährigen Sanierungsarbeiten auf die denkmalgeschützte Drehscheibe rollen. Pünktlich zum Festakt hatten sich mit der "38 1301" und der "Posen 2455" zwei historische Dampflokomotiven an der Drehscheibe versammelt und boten ein spektakuläres Bild für die Gäste. Rund 1600 Besucher kamen in den Bahnpark oder fuhren mit den Zügen der Ammersee-Dampfbahn.

Dienstag, 12. Mai 2015

Letzte Arbeiten zur amtlichen Abnahme:
A
ufsichtsbehörde erteilt Betriebsgenehmigung

Zwei Vertreter der zuständigen Eisenbahnaufsicht bei der Regierung von Oberbayern nehmen die ausgeführten Arbeiten an der denkmalgeschützten Drehscheibe in Augenschein. Sowohl die technische Ausführung als auch die Dokumentation, die statischen Berechnungen und die betrieblichen Regelwerke werden geprüft. Schließlich wird die langjährige Arbeit aller Beteiligten mit der amtlichen Betriebsgenehmigung belohnt. Der feierlichen Wiederinbetriebnahme der Drehscheibe steht nichts mehr im Wege.

Dienstag, 28. April 2015

DB Bahnbau Gruppe GmbH unterstützt Sanierung:
Ringschiene wird geschweißt

Die DB Bahnbau Gruppe GmbH mit ihrer Niederlassung in Augsburg unterstützt die Sanierung der denkmalgeschützten Drehscheibe im Bahnpark durch Rat und Tat: Im Lauf der letzten Betriebsjahre hatte sich in der tragenden Ringschiene eine Schleuderstelle gebildet, die nun in Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde durch Schweiß-Fachleute der Bahnbau Gruppe beseitigt wurde. Schicht für Schicht wurde die Schleuderstelle aufgeschweißt und anschließend verschliffen. Somit kann die Drehscheibe wieder auf einer absolut ebenen und waagrechten Ringschiene drehen. Der Bahnpark Augsburg bedankt sich ganz herzlich bei der DB Bahnbau Gruppe GmbH für die Unterstützung.

Mittwoch, 22. April 2015

Letzte Arbeiten an der Elektrik:
Drehscheibe besteht elektrische Funktionsprüfung

Erstmals bewährt sich der neue elektrische Antrieb der Drehscheibe unter Volllast. In verschiedenen Betriebssituationen wird die Funktionstüchtigkeit der Elektrik erprobt. Auch im Bereich der Mechanik werden kleinere Einstellungsarbeiten vorgenommen. Als "Probegewicht" dient unter anderem der berühmte Gläserne Zug vom Nürnberger DB-Museum.

Freitag, 12. Dezember 2014

Ein technisches Denkmal erwacht zum Leben:
Sanierte Drehscheibe besteht 176-Tonnen-Probebelastung

Es war ein spannender Moment für alle Beteiligten: Am Freitag, 12. Dezember 2014 rollte nach rund vierjähriger Sanierungsarbeit erstmals wieder eine Dampflokomotive auf die denkmalgeschützte Drehscheibe im Museum Bahnpark Augsburg. Zur abschließenden Probebelastung hatten sich neben dem verantwortlichen Statiker auch Vertreter der Eisenbahnaufsicht bei der zuständigen Regierung von Oberbayern eingefunden. Unter den kritischen Blicken der Fachleute schob sich die ebenfalls denkmalgeschützte Dampflokomotive 41 018 der Dampflok-Gesellschaft München e.V. mit ihren 176 Tonnen Gewicht langsam und vorsichtig auf die sanierte Drehscheibe. Unter den Brückenträgern waren zuvor an mehreren Stellen Messinstrumente angebracht worden, welche die Durchbiegung der Drehscheibe unter Last aufzeichneten. Zufrieden konnte der Statiker Alexander Blach aus Augsburg feststellen, dass sich alle Werte innerhalb der zulässigen Toleranzen bewegten. Nach Abschluss der restlichen Arbeiten und des förmlichen Zulassungsverfahrens soll die Drehscheibe voraussichtlich im Mai 2015 im Rahmen eines Bahnparkfestes feierlich dem Betrieb übergeben werden.

Mittwoch, 26. November 2014

Schrittweise bis auf 145 Tonnen Gewicht:
Drehscheibe besteht erste Probebelastung

Die sanierte Drehscheibe hat ihre erste Funktionsprüfung und Probebelastung bestanden. Alexander Blach als verantwortlicher Statiker und Reiner Augustin als Vertreter der zuständigen Eisenbahnaufsichtsbehörde bei der Regierung von Oberbayern überwachten das Drehen der ersten Lokomotiven und Wagen. Projektleiter Falko Weidner von der beauftragten Stahlbaufirma Matza & Weidner koordinierte die Arbeiten. Dabei wurde die Drehscheibe schrittweise bis zu 145 Tonnen belastet. Die gemessene Durchbiegung der Brückenträger blieb im Rahmen der berechneten Toleranzen. Im Rahmen des Zulassungsverfahrens sollen nun in Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern weitere Probebelastungen und Messungen bis zur maximalen Tragfähigkeit der Drehscheibe von 176 Tonnen folgen.

Freitag, 21. November 2014

Endspurt trotz Dunkelheit:
Schweissarbeiten jetzt auch im Scheinwerferlicht

Um den Termin für die geplante Probebelastung der sanierten Drehscheibe einhalten zu können, führt die Firma Matza + Weidner die letzten Schweißarbeiten trotz Dunkelheit aus. Im Licht mehrerer Scheinwerfer werden die Unterlagsplatten für die Schienen mit dem Obergurt des Brückenträgers verschweißt.

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Verriegelung und Verglasung:
Letzte Komplettierungsarbeiten an der Drehscheibe

Mit den letzten Komplettierungsarbeiten wird die Drehscheibe auf die Belastungsproben vorbereitet. Die Verriegelungen wurden eingebaut und überprüft. Nun werden im Obergurt Passschrauben montiert und die Montage der Schienen vorbereitet. Parallel dazu werden die Glasscheiben des Führerhauses eingesetzt; dann kann die Elektrik und die Steuerung verkabelt werden.

 

 

Montag, 15. September 2014

"Und sie dreht sich doch!"
Sanierte
Drehscheibe macht ihre ersten Bewegungen

"Und sie dreht sich doch!" soll Galileo Galilei einst gerufen haben, als ihm noch niemand glaubte, dass die Erde eine Kugel ist, die sich bewegt. Das Genie aus Florenz sollte Recht behalten. Nun wurden auch alle bestätigt, die an der Wiederinbetriebnahme der Drehscheibe im Bahnpark Augsburg arbeiteten: Am Montag, 15. September 2014 machte die Drehscheibe nach mehreren Jahren versuchsweise ihre ersten Drehbewegungen. Zunächst erfolgte der Antrieb von Hand, womit die Leichtgängigkeit der Drehscheibe unter Beweis gestellt werden konnte. Im nächsten Schritt werden der elektrische Antrieb und die Schienen montiert.

Dienstag, 15. Juli 2014

Alle Komponenten sind bereit:
Die Endmontage beginnt

Nachdem alle Einzelteile saniert sind, die elektrische Antriebseinheit und die Steuerung ihren Probelauf in der Werkshalle bestanden haben und die Lager und Laufräder aufgearbeitet sind, beginnt vor Ort die Endmontage. Zunächst werden die Großbauteile komplettiert - darunter das Fahrerhaus, das Geländer und die Laufräder der Brückenträger.

Dienstag, 24. Juni 2014

Laufräder werden montiert

Nach den Pfingst-Pause auf der Baustelle beginnt die Montage der Laufräder der Drehscheibe. Dazu werden unter anderem die Lagersitze gründlich gereinigt und die Lager durch induktives Erwärmen auf ca. 90 Grad Celsius erhitzt. Dadurch dehnen sich die Lager aus, was wiederum das Aufziehen der Laufräder ermöglicht. Nach dem Abkühlen verbindet sich der Lagerinnenring mit dem Lagerzapfen zu einer festen Verbindung. Das Bild zeigt ein fertig montiertes Laufrad mit Lagerbock.




Donnerstag, 22. Mai 2014

Meilenstein bei der Sanierung Drehscheibe:
Sanierte Brückenträger in Grube eingesetzt

Meilenstein bei der Sanierung der denkmalgeschützten Drehscheibe: Am 22. Mai 2014 hob der Schienen-Schwerlastkran der Bahnbaugruppe die beiden sanierten Brückenträger der Drehscheibe wieder in die Grube ein. Jeder der beiden Träger hat ein Gewicht von rund zwölf Tonnen. Nun beginnt mit der Montage der Kleinteile, des Fahrerhauses, der Schienen und der Bodenbeläge der Endspurt der aufwändigen Sanierung.

Montag, 19. Mai 2014

Buchsen der Laufräder werden tiefgefroren

Mitte Mai 2014 ist die Bearbeitung der Laufräder der Drehscheibe abgeschlossen. Nun gilt es, die Lager und die Buchsen auf den Wiedereinbau vorzubereiten. Dazu wird ein Stickstoff-Container auf dem Werkhof der Firma Matza + Weider platziert, in welchem die Buchsen der Laufräder "tiefgefroren" werden. Dadurch verkleinert sich der Durchmesser der Buchsen, die dann im verkleinerten Zustand in die Lagerböcke eingepasst werden. Beim anschließenden langsamen Erwärmen dehnt sich das Material wieder aus und die Buchsen sitzen fest in den Lagerböcken.
 

Dienstag, 13. Mai 2014

Aufarbeitung der Laufräder

Gespannt warten alle Beteiligten auf das Eintreffen des Schienen-Schwerlastkranes, der die sanierten Brückenträger einheben wird. In der Zwischenzeit werden bei der Firma Matza + Weidner die Laufräder der Antriebseinheit aufgearbeitet. Die Laufräder werden im Außen-Durchmesser vorgedreht. Die Kugellagersitze werden abgedreht und durch Hülsen wieder instandgesetzt.

Montag, 17. März 2014

Die Spannung steigt:
Drehscheibe zum Einbau vorbereitet

Bilanz Mitte März 2014: Abgeschlossen sind die Sanierung der Brückenträger, des Betonfundamentes, des Königsstuhls, der Ringschine, des Schwellenkranzes unter der Ringschiene sowie die Aufarbeitung der Kleinteile und der Antriebseinheit. Nun wird der Brückenträger auf das Einheben in die Drehscheibengrube vorbereitet. Die Spannung steigt bei allen Beteiligten: Wann kann der Eisenbahnkran der Augsburger Bahnbaugruppe für die schwergewichtige Arbeit bereit gestellt werdenn, die zugleich viel Fingerspitzengefühl erfordern wird?

Dienstag, 11. März 2014

Elektrik und Antrieb im Fokus der Arbeiten

Im Januar und Februar 2014 steht die Antriebstechnik der Drehscheibe im Fokus der Sanierungsarbeiten. Der elektrische Motor macht auf einem Hilfsgestell seine ersten Testläufe, die Steuerung wird entsprechend den aktuell gültigen Vorschriften und Richtlinien aufgearbeitet und neu verkabelt.

Montag, 3. Februar 2014

Historisches Erscheinungsbild bleibt erhalten:
Bedienpult und Sperrsignale saniert

Das elektrische Bedienpult bzw. die Fahrerkonsole (im Bild vorn) wurde demontiert, innenliegende Kontakte und Elektrobauteile entfernt. Um das Erscheinungsbild der denkmalgeschützten Einrichtung zu erhalten, wird auf den Einbau moderner Elektrokästen in das Drehscheiben-Fahrerhaus verzichtet. Stattdessen werden alle neuen Elektrobauteile in das Innenleben der Fahrerkonsole integrierten. Die alten Elektrokästen werden im Drehscheiben-Fahrerhaus wieder montiert - besitzen aber keine Funktion mehr und sind stromlos. Da die Fahrerkonsole ohnehin mit Blech ummantelt ist, sind die neu eingebauten Komponenten nicht sichtbar. Auch die historischen "Sperrsignale" (im Bild hinten) sind nun fertiggestellt. Die Leuchten, die den Lokomotiven die Zufahrt zur Drehscheibe erlauben oder verweigern, wurden demontiert, entrostet und neu lackiert. Defekte Scheiben und die Glühbirnenfassungen wurden ersetzt.

Donnerstag, 30. Januar 2014

Motor und Getriebe:
Testlauf in der Werkstatt

Die Sanierung der Motor- und Getriebeeinheit der Drehscheibe macht Fortschritte. In der Werkshalle der Firma Matza + Weidner wurde eine Hilfskontruktion gebaut, um Motor und Getriebe versuchsweise in Betrieb nehmen zu können. Auf diese Weise können alle elektrischen Anschlüsse, sowie die Notausschalter einer Funktionsprüfung
unterzogen werden.

Montag, 20. Januar 2014

Fundament für den Königsstuhl wird betoniert

Am Morgen des 20. Januar 2014 sind die Betonarbeiten am Königsstuhl in vollem Gange.
Zuvor hatte der verantwortliche Statiker, Dipl.-Ing. Alexander Blach, die Bewehrung kontrolliert und abgenommen. Mit Schubkarren wird der angelieferte Fertigbeton vom LKW bis zur Drehscheibengrube gefahren, in die Schalung gegossen und anschließend verdichtet. Bereits am frühen Nachmittag sind die Betonarbeiten abgeschlossen.

Donnerstag, 9. Januar 2014

Maßarbeit:
Königsstuhl wird eingemessen

Es ist eine filigrane Maßarbeit, die viel Fingerspitzengefühl erfordert: Das Ingenieurbüro Vokal + Partner misst das aufgearbeitete Kugellager des Königsstuhls ein. Das Lager wird mit einem Hilfsgerüst horizontal und vertikal ausgerichtet und fixiert. Die Position muss auf den Zehntelmillimeter exakt stimmen, damit später die Drehbühne genau im Zentrum der Drehscheibe eingesetzt werden kann und "rund" läuft. Nun kann mit dem Betonieren des Fundamentes begonnen werden.

Freitag, 3. Januar 2014

Kugellager auf Hilfsgerüst montiert

Dank der milden Temperaturen kann auch zwischen Weihnachten und dem Dreikönigs-Feiertag an der Drehscheibe gearbeitet werden: Das Kugellager des "Königsstuhls" wurde auf ein stählernes Hilfsgerüst montiert und in der Drehscheibengrube in die endgültige Position gebracht. Zuvor wurde der abgebrochene Beton abgeschliffen, sodass das Hilfsgerüst, das später einbetoniert wird, sauber aufliegen kann. Dann wurde das Kugellager mit einer Toleranz von +/- 0,5 Millimetern vorgerichtet. Gleichzeitig montiert die ausführende Firma Matza + Weidner in der Werkshalle in Haunstetten die Getriebeeinheit und den Elektromotor und führt mit der Antriebeinheit erste Testläufe durch.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Neue Schachtabdeckungen fertiggestellt

Die Firma Matza + Weidner stellt die Arbeiten an den Schachtabdeckungen fertig. Für alle Schächte in der Drehscheibengrube wurden neue Schachtabdeckungen aus imprägniertem Holz geschaffen. Somit ist auch die Arbeitssicherheit bei allen weiteren Arbeiten in der Grube und am Königsstuhl sichergestellt.

Dienstag, 26. November 2013

Abgebrochen:
Betonfundament des Königsstuhls beseitigt

Das alte Betonfundament des Königsstuhls wird durch Arbeiter der Augsburger Firma Stempfle Tiefbau beseitigt. Berechnungen und Materialproben des Statikers Dipl.-Ing. Alexander Blach hatten ergeben, dass das Fundament aus den 1920er-Jahren nicht mehr geeignet war, die volle Last der Drehscheibe von 176 Tonnen zu tragen. Nun wird das Fundament mit neuer statischer Berechnung und entsprechender Armierung neu betoniert.

Freitag, 22. November 2013

Wieder zurück im Bahnpark:
Aufarbeitung des
Kugellagers abgeschlossen

Die Firma Matza + Weidner aus Augsburg-Haunstetten hat die Aufarbeitung des Kugellagers der Drehscheibe abgeschlossen. Das zentrale Auflager der Drehscheibe, das später bis zu 100 Tonnen Last tragen muss, wurde im August 2013 ausgebaut und zur Aufarbeitung abtransportiert. In der Werkshalle in Haunstetten wurde das Lager zunächst sandgestrahlt, auf mögliche Risse und Mängel untersucht und anschließend in der Farbe "DB 703; anthrazitgrau" lackiert. Das eigentliche Kugellager beschäftigte die Fachleute lange Zeit, bis nach mehereren Abstimmungsgesprächen die geeignete Methoden der Bearbeitung gefunden war. Schließlich wurden die 40 Stahlkugeln mit einem Durchmesser von rund 44 Millimetern poliert und die Laufflächen überarbeitet. Anschließend wurden die Schleifringe für die Übertragung der elektrischen Energie zum Antrieb und zur Beleuchtung der Drehscheibe montiert. Am 22. November 2013 war das fertige Lager, das knapp eine Tonne Gewicht auf die Waage bringt, wieder im Bahnpark, wo es nun auf ein neues Betonfundament aufgesetzt wird.

Montag, 7. Oktober 2013:

Aufarbeitung des Drehlagers:
Fachleute diskutieren Lösungen

Die Aufarbeitung des Drehscheibenlagers stellt die Fachleute vor erhebliche Herausforderungen. Aufgrund der langen Stillstandszeiten der Drehscheibe vor der Aufarbeitung sind im Lagergehäuse Korrosionsschäden entstanden, die nur mit Spezialwerkzeugen beseitigt werden können. Dazu wurde das Lager bereits von der Firma SKF im österreichischen Steyr untersucht.

 

 

Freitag, 2. August 2013

Marode Schwellen ersetzt:
Sanierung des Schwellenkranzes vorerst abgeschlossen

Die Augsburger Firma Augusta Gleistechnik hat die Sanierung des Schwellenkranzes vorerst abgeschlossen. Insgesamt wurden 70 marode Holzschwellen gegen neue Schwellen getauscht. Somit hat der Gleisring, auf welchem der Brückenträger der Drehscheibe aufliegt, wieder einen festen und tragfähigen Unterbau. Ebenfalls ersetzt wurden zahlreiche Anker, die die Schwellen gegen ein Verrutschen sichern.

Mittwoch, 24. Juli 2013

Aufsichtsbehörden besichtigen Baustelle Drehscheibe

Vertreter der Eisenbahn-Aufsichtsbehörden (Regierung von Oberbayern und Eisenbahn-Bundesamt EBA) besichtigen die Baustelle der Drehscheibe. Zusammen mit den ausführenden Firmen und dem verantwortlichen Tragwerksplaner Alexander Blach wird der Baufortschritt bei der Sanierung des Schwellenkranzes, des Königsstuhls und des Brückenträgers in Augenschein genommen. Parallel zur Besichtigung durch die Aufsichtsbehörden gehen die Arbeiten weiter: Das Lager des Brückenträgers wird ausgebaut, das alte Fundament des Königsstuhls wird abgebrochen, marode Holzschwellen werden ausgetauscht.

Dienstag, 2. Juli 2013

Betonfundament wird untersucht:
Bohrkerne zeigen keine Beanstandungen

Aus dem Betonfundament unter dem Schwellenkranz der Drehscheibe werden mehrere Bohrkerne entnommen, die Aufschluss geben über den Zustand des Fundamentes. Die Proben ergeben keinerlei Beanstandungen. Die Betonqualität ist gut. Es sind keinerlei Auswaschungen oder Unterspülungen festzustellen, welche die Standfestigkeit der Drehscheibe beeinträchtigen könnten.

Montag, 1. Juli 2013

Sanierung des Schwellenkranzes an der Ringschiene beginnt

Die Firma Augusta Gleistechnik beginnt mit der Sanierung des "Schwellenkranzes" der Ringschiene in der Drehscheibengrube. Insgesamt sollen rund 70 Holz-Schwellen getauscht bzw. erneuert werden. Diese Schwellen tragen die Ringschiene, auf der später wiederum die Bühne der Drehscheibe aufliegt. Wichtig ist dabei vor allem die exakte Höhenlage der Ringschiene.

Dienstag, 18. Juni 2013

Vermessungsarbeiten

Anfang Juni 2013 vermisst die Firma Vokal und Partner das Lager des Königsstuhles. Der Auftrag zur Sanierung des Schwellenkranzes wird an die Firma Augusta Gleistechnik vergeben. Die Firma Stempfle Hoch- und Tiefbau wird mit dem Abbruch des alten Fundamentes unter dem Königsstuhl betraut. Nach dem Abbruch des alten Betons wird das Fundament nach Bewehrungsplänen und statischen Berechnungen des Statikers Alexander Blach neu aufbetoniert. Das Bild links zeigt das Anbringen eines Senklots im Rahmen der Vermessungsarbeiten an der Oberleitungsspinne.

Donnerstag, 2. Mai 2013

Arbeiten an der Drehscheibe wieder aufgenommen

Nach mehrmonatigem Stillstand während des Winters wurden Anfang Mai 2013 die Arbeiten an der Drehscheibe wieder aufgenommen. Ralph Klöpfer (rechts im Bild) von der Firma Stempfle Hoch- und Tiefbau aus Augsburg erhielt den Auftrag zum Abbruch und Neuaufbau des sogenannten Königsstuhles, der das Drehlager des Brückenträgers bildet. Dominic Huber (links) kümmert sich als Maurer um die Reparatur der Drehscheibengrube. Gleichzeitig erstellt der zuständige Statiker Alexander Blach (nicht im Bild) die notwendigen Bewehrungspläne. 

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Brückenträger der Drehscheibe:
Nach Instandsetzung wieder im Bahnpark

Der restaurierte und instandgesetzte Brückenträger der denkmalgeschützten Drehscheibe wurde am Mittwoch, 17. Oktober 2012 wieder in den Bahnpark transportiert. Dort beginnt nun die Montage des Fahrerhauses, der Bodenbeläge, der Geländer und aller anderen Anbauteile.

Im November 2012 wird der Bahnpark Augsburg zusammen mit der Firma Matza + Weidner den sanierten Brückenträger, der dann weitgehend montiert ist, der Öffentlichkeit vorstellen und über den weiteren Verlauf der Drehscheibensanierung informieren. Der genaue Termin dafür wird rechtzeitig bekannt gegeben.

 

Dienstag, 31. Januar 2012

Arbeitsbesprechung Statik

Der verantwortliche Statiker, Dipl.-Ing. Alexander Blach aus Augsburg, besichtigte am 31. Januar 2012 die Sanierungsarbeiten an der Drehscheibe. In der Werkshalle der Firma Matza + Weidner in Augsburg-Haunstetten liegen die beiden Hälften des Brückenträgers. Es wird gebohrt, geschweißt und geflext. Zahlreiche Teile der denkmalgeschützten Stahlkonstruktion, die in den vergangenen Jahrzehnten vom Rost angegriffen wurden, sind bereits durch neue Stahlprofile und Bleche ersetzt worden. Auf der Basis der neu erstellten Zeichnungen und der statischen Berechnungen wird ein neues, 20 Millimeter starkes Obergurtblech aufgeschweißt. Die Fahrantriebe befinden sich zur Aufarbeitung bei der Firma SKF im österreichischen Steyr.

 

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Matza + Weidner erstellt Jahresabschlussbericht

Ende Dezember werden die letzten Passungen gebohrt, sodass Anfang 2012 alle Bauteile verschraubt werden können. Sobald diese Verschraubung stattgefunden hat, erfolgt eine erste Abnahmeuntersuchung durch den verantwortlichen Statiker. Probleme entstanden bei den Passungen: Schon beim Austreiben der alten Nieten war aufgefallen, dass die Bohrungen der Nieten (Bohrung geht durch Winkel, Stahlplatte, Winkel) nicht hundertprozentig in einer Flucht waren. Die Absätze in den Bohrungen betrugen teilweise 2 bis 3 Millimeter. Diese Abweichungen sind dem Alter der Drehscheibe und den technischen Voraussetzungen geschuldet, die zum Zeitpunkt der Herstellung im Jahr 1922 zur Verfügung standen.

In Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden und dem verantwortlichen Statiker werden bei der jetzigen Sanierung statt Nieten sogenannte Passschrauben verwendet. Bis Ende Dezember 2011 wurden bereits 258 Passschrauben neu eingesetzt.

Im Bereich der Brückenkonstruktion wurden Teile, deren Wandstärke aufgrund von Abzehrungen zu gering war, ausgetrennt und durch neues Material ersetzt. Vor allem im Bereich der Querträger war in den Ecken eine erhöhte Verrostung festzustellen. In der tragenden Grundplatte der Drehscheibe wurden größere Ausschnitte festgestellt, die ursprünglich nicht vorhanden waren. Es ist heute nicht mehr nachvollziehbar, warum diese Ausschnitte im Verlauf der Betriebszeit in die Längsträger eingeschnitten wurden. Auch aus statischen Gründen hat man sich deshalb dazu entschlossen, die Ausschnitte mit Stahlplatten zu verschließen und den bauzeitlichen Zustand wieder herzustellen. Desweiteren wurden aufgrund von Verrostungen und Verbiegungen diverse Knotenbleche erneuert.

 

Montag, 19. September 2011

Arbeiten an der Drehscheibe gehen voran

Die Firma Matza + Weidner arbeitet weiter an der Sanierung der denkmalgeschützten Drehscheibe: Festgestellte Risse werden ausgeschliffen und geschweißt. Teilweise werden neue Stahlwinkel in den Brückenträger eingesetzt. Alle tragenden Bauteile werden einer Rissprüfung durch ein elektromagnetisches Feld unterzogen. Insgesamt schreiten die Arbeiten gut voran. Die Schweißarbeiten sollten im Lauf der folgenden Tage abgeschlossen sein. Dann werden die Komponenten grundiert und lackiert.

 


Freitag, 12. August 2011

Werkbericht Drehscheibe

Die Arbeiten an der denkmalgeschützten Drehscheibe gehen weiter. In der Werkshalle der Firma Matza + Weidner in Augsburg-Haunstetten werden die beiden Hälften des Brückenträgers sandgestrahlt. Aus der rund 90 Jahre alten Stahlkonstruktion wurde zudem eine Materialprobe entnommen und in einem Münchner Labor analysiert. Ergebnis: Trotz seines hohen Alters kann der Stahl des Brückenträgers ohne Bedenken der Fachleute geschweißt werden. Weit fortgeschritten ist zwischenzeitlich der Wiederaufbau des Fahrerhauses.

Informationsveranstaltung Drehscheibe

Interessierte können sich über den Stand der Arbeiten direkt vor Ort ein Bild machen. Dazu findet am Samstag, 3. September 2011, um 9.30 Uhr eine Informationsveranstaltung statt. Falko Weidner, Projektleiter der Sanierung, wird persönlich Auskunft geben.

 

Donnerstag, 9. Juni 2011

Werkbericht Dehscheibe

Der Brückenträger der denkmalgeschützten Drehscheibe (Baujahr 1922) ist zwischenzeitlich auf dem Gelände der Firma Matza + Weidner in Augsburg-Haunstetten angekommen. Einer der beiden Trägerhälften wurde nach dem Transport direkt in die Werkshalle eingebracht, wo die weitere Bearbeitung begonnen hat. Nach dem Abbau und der Demontage aller Anbauteile liegt der Brückenträger offen. Nach der Säuberung und Entrostung findet eine Schadensaufnahme durch den verantwortlichen Statiker Alexander Blach statt. Anschließend wird der weitere Arbeitsumfang festgelegt.

 

Mittwoch, 18. Mai 2011

Denkmalgeschützte Drehscheibe zur Sanierung ausgebaut

In einer groß angelegten Aktion wurde am Mittwoch, 18. Mai 2011, der Brückenträger der denkmalgeschützten Drehscheibe im Bahnpark Augsburg ausgebaut und zur Sanierung vorbereitet. Der Brückenträger mit einer Gesamtlänge von 23 Metern wurde dazu in zwei Teile zerlegt, die jeweils ein Gewicht von rund zwölf Tonnen aufweisen. Ein Schienen-Schwerlastkran der Augsburger Bahnbaugruppe hat die beiden Teile des Brückenträgers aus der Drehscheibengrube gehoben. Nach der Demontage weiterer Anbauteile werden die beiden Trägerhälften Ende Mai in die Werkhalle der Firma Matza + Weidner nach Augsburg-Haunstetten transportiert, wo nach einer genauen Befundung durch einen Statiker die Sanierung beginnen wird.

Die Drehscheibe mit einem Durchmesser von 23 Metern und einer Tragkraft von 176 Tonnen wurde im Jahr 1922 von der Firma Noell in Würzburg hergestellt und versah bis ins Jahr 2006 ihre Dienste. Nun müssen umfangreiche Arbeiten an der Stahlkonstruktion, an der Ringschiene, an der Stahlbetongrube, am Fundament und an den Sterngleisen durchgeführt werden. Da keinerlei technische Dokumentationen mehr vorhanden waren, mussten alle Zeichnungen sowie die kompletten statischen Berechnungen der Drehscheibe neu angefertigt werden. Ein genauer Termin für die Wiederinbetriebnahme der Drehscheibe kann durch die beteiligten Firmen und Sachverständigen erst dann festgelegt werden, wenn der Sanierungsumfang abschließend festgestellt ist.

Auch in historischer und denkmalpflegerischer Hinsicht ist die Drehscheibe von größter Bedeutung, da es sich um eines der wenigen noch erhaltenen Exemplare in Bayern handelt.