Projekt "Kaiserin Elisabeth"
Historische Typenskizze der Botschafter-Lokomotive
Schauspielerin Sabine Rossegger als "Kaiserin Sisi"
Die "Schwesterlok" vom Technischen Museum Wien
Die Semmeringbahn gilt heute als UNESCO-Welterbe
Noch in den 1950er-Jahren war die Lok im Personenverkehr eingesetzt

Projekt "Kaiserin Elisabeth"

Kaiserin Sisi und "ihre" Lokomotive:
Ein Stück Habsburger-Reich im Rundhaus Europa

Schnellzug-Dampflokomotive Nr. 415 der ehemaligen Südbahn Wien - Triest wird Botschafter-Lokomotive Österreichs.

Im Bahnpark Augsburg entsteht mit Unterstützung namhafter öffentlicher und privater Förderer das Kultur- und Museumsprojekt Rundhaus Europa: Historische Botschafter-Lokomotiven aus vielen Ländern bilden eine einzigartige Ausstellung und erzählen europäische Kulturgeschichte. Die Botschafter-Lokomotive Österreichs wird in diesem Zusammenhang ein wichtiges Kapitel symbolisieren: "Das Jahrhundert der Eisenbahn - Lokomotiven erobern Europa". Die Dampflok mit der Nummer 415 gilt dabei nicht nur als Wahrzeichen für das Zeitalter der Industriellen Revolution. Die Lok ist auch die hochkarätige Vertreterin des ehemaligen Habsburgerreiches, das über Jahrhunderte hinweg eine Vielzahl unterschiedlichster Völker einte - von Lemberg im Osten bis Mailand im Westen; von Dubrovnik im Süden bis Breslau im Norden.

Kaiserin Sisi und die Eisenbahn

Kurz nach ihrer Vermählung eröffneten Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Sisi im Mai 1854 die berühmte Semmeringbahn, die als Teilstück der Südbahn und als Hauptschlagader der k.u.k.-Monarchie die Residenzstadt Wien mit dem bedeutendsten Kriegs- und Handelshafen des Reiches in Triest verband. Heute zählt die Semmeringbahn mit ihrer kunstvollen Linienführung zum UNESCO-Welterbe. Kaiserin Sisi unternahm unzählige Reisen und nutzte dazu auch den "Hofsalonzug". Ihr persönlicher Schafwagen ist bis heute erhalten geblieben und kann im Technischen Museum in Wien bewundert werden. Über die Südbahn reiste sie beispielsweise in die Sommerfrische nach Abbazia (Opatja) oder zum Schloss Miramare unweit von Triest.

Die Sisi-Straße:
Von Augsburg und Aichach bis ins Ionische Meer

Die spätere Kaiserin Sisi wurde 1837 als Tochter von Herzog Max in Bayern geboren. Die kleine Wittelsbacherin verbrachte nur wenige Kilometer entfernt von Augsburg unbeschwerte Kindheitstage im Wasserschloss Unterwittelsbach nahe dem Städtchen Aichach. Dieses Schloss mit seinen stilvollen Parkanlagen war für lange Jahre eine beliebte Sommerresidenz für Sisis Vater. Heute zählen Aichach und das Wittelbacher-Schloß zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten der Sisi-Straße, die als Kulturroute von Augsburg bis ins Ionische Meer führt und die Stationen im Leben der außergewöhnlichen Kaiserin erlebbar macht.

Historische Würdigung eines herausragenden Exponates

Die Lokomotiven der Bauarten 17a, b und c galten als Standard-Reisezug-Lokomotiven der Südbahn und wurden in den Jahren 1882 bis 1901 gebaut. Erhalten geblieben sind neben der für das Rundhaus Europa in Augsburg bestimmten Lok mit der Nummer 415 (Baujahr 1897) zwei weitere Exemplare: die "372" ist Eigentum der Republik Österreich beim Technischen Museum in Wien; die "406" befindet sich in der Obhut des Slowenischen Eisenbahnmuseums in Ljubljana.

Spenden und Förderungen sichern europäische Kulturgeschichte

Die Botschafter-Lokomotive Österreichs konnte Dank der Unterstützung unseres Museumspartners Brenner & Brenner Dampflokomotiven in Wien für das Rundhaus Europa gewonnen werden. Die langfristige Ausstellung der Lokomotive wird ermöglicht durch:

Der Bahnpark Augsburg bedankt sich ganz herzlich bei allen Förderern und Sponsoren.

Eine Dampflok erwacht aus dem Dornröschenschlaf:
Tagebuch der Sanierungsarbeiten

Das folgende Tagebuch ermöglicht Ihnen, die Arbeiten zur Sanierung des Exponates stets aktuell mitzuverfolgen:

Dienstag, 14. Februar 2017

Rekonstruktion aus dem 19. Jahrhundert:
Beschilderung für die "17c" aus Messing neu gefertigt

Historische Fotos und Zeichnungen lieferten die Vorlage für die aufwändige Rekonstruktion der Beschilderung der Südbahn-Lokomotive der Gattung 17c. Mit einem Computer-Programm wurden die Ziffern der Betriebsnummer "415" originalgetreu nachgezeichnet und anschließend bei einer Fachfima in die Produktion gegeben. Mit Wasserstrahl wurden die Ziffern aus dem Vollmaterial heraus geschnitten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Bahnpark bedankt sich ganz herzlich bei Siegfried und Markus Baum (von rechts nach links) aus Augsburg, die die umfangreiche Recherchearbeit geleistet haben, die Zeichungen anfertigten und die Produktionskosten in Form einer Spende übernommen haben. Vielen Dank!

Dienstag, 10. Januar 2017

Recherche und Forschung:
Arbeiten zur Geschichte der Botschafter-Lokomotive

Siegfried und Markus Baum, versierte Kenner der Eisenbahngeschichte aus Augsburg, forschen und recherchieren zur Botschafter-Lokomotive Österreichs. Mit Hilfe von Informationen aus dem staatlichen Eisenbahnmuseum in Ljubljana wird unter anderem die authentische Beschilderung der Lokomotive aus der Zeit der österreichischen Südbahn im 19. Jahrhundert rekonstruiert. Eine digitale Zeichnung (links) bildet die Grundlage für den späteren Nachguss der historisch korrekten Betriebsnummer "415".

Dienstag, 15. November 2016

Südbahn-Dampflok in Augsburg eingetroffen

Eine Rarität ersten Ranges wird die Sammlung an Botschafter-Lokomotiven im Rundhaus Europa bereichern: Die historische Dampflok 415 der ehemaligen österreichischen Südbahn Wien - Triest ist in Augsburg eingetroffen. Verteilt auf drei Schwertransporter kam das wertvolle Exponat aus dem Jahr 1897 von St. Pölten bei Wien nach Augsburg. Ein Schwerlastkran hob das wertvolle Exponat behutsam und vorsichtig auf die Gleise im Bahnpark, wo die Lok in den kommenden Monaten montiert und restauriert werden soll. Das Verladen der historischen Lokomotive wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Firma Schmidbauer.

Dienstag, 5. Juli 2016

Besichtigung in St. Pölten

Die in mehrere Teile zerlegte Dampflok aus dem Jahr 1897 wird in der Hauptwerkstätte der Österreichischen Bundesbahnen ÖBB in St. Pölten besichtigt. Die Unterzeichnung des Vertrages zur Sanierung und zur anschließenden Ausstellung der Lok im Rundhaus Europa erfolgt am 24. Oktober 2016.