Städtebauliche Entwicklung


Städtebauliche Entwicklung

Der Bahnpark Augsburg umfasst eine Fläche von rund 34.000 Quadratmetern inmitten der Großstadt. Damit erfüllt das Projekt nicht nur museale, kulturelle und denkmalpflegerische Aufgaben. Der Bahnpark hat zugleich auch eine städtebauliche Dimension. In den denkmalgeschützten Gebäuden entstehen außer der eigentlichen Museumsnutzung auch eine Gastronomie, eine Veranstaltungshalle und ein Wohnheim für Studenten bzw. junge Eisenbahner.

Im Bereich des historischen "Wasserhauses" in direkter Nachbarschaft zum Bahnpark ist eine weitere städtebauliche Entwicklung mit kommerziellen Nutzungen verschiedenster Art vorstellbar.

Das Projekt Bahnpark kann somit den Anstoß geben für eine Stadtentwicklung auf der umliegenden Bahnbrache.

Die Freiflächenplanung für den Bahnpark Augsburg liegt in den Händen von Frau Prof. Dipl.-Ing. Bü Prechter. Ein erster Vorentwurf sieht neben den Museumsflächen auch einen "Entdecker-Park" vor, ebenso wie einen Biergarten, einen Spielplatz, eine ausreichende Anzahl an Parkplätzen, eine zukünftige Straßenbahnhaltestelle "Bahnpark" und die Entwicklung von Biotopen.

Die stadtbildprägende Allee entlang der Firnhaberstraße soll erhalten und aufgewertet werden. Mit einem geplanten Vorplatz vor der Dampflokhalle soll die Firnhaberstraße erstmals eine Aufenthaltsqualität und eine "städtebauliche Mitte" erhalten.

Eine städtebauliche Entwicklungsachse:
Innenstadt - Prinz-Karl-Viertel - Bahnpark - Messe - Innovationspark

Der Bahnpark Augsburg greift eine Anregung von Landschaftsarchitektin Prof. Dipl.-Ing. Bü Prechter auf und stellt die Entwicklung einer städtebaulichen Achse zur Diskussion, die von der Innenstadt über das Prinz-Karl-Viertel, den Bahnpark und die Messe bis zum Innovationspark führen kann. Entlang dieser Entwicklungsachse könnten an der Firnhaberstraße wichtige Fuß- und Radwegverbindungen, die geplante Straßenbahntrasse und ein Grünzug entstehen. Der gesamte Stadtteil Hochfeld würde dadurch städtebaulich aufgewertet. Der Innovationspark, die Messe, der Bahnpark und die Wohnquartiere im Hochfeld würden deutlich besser an die Innenstadt und die Mobilitätsdrehscheibe (Hauptbahnhof) angebunden.

Die Freiflächenplanung für den Bahnpark als Download finden Sie hier.


Das Übernachtungsgebäude:
Wohnheim für Studenten und junge Eisenbahner

Im Jahr 1906 errichteten die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen im neuen Bahnbetriebswerk Augsburg ein Übernachtungsgebäude für Lokomotivführer und Heizer. Mit viel Liebe zum Detail planten die Architekten ein dreigeschossiges Gebäude, welches bis heute nahezu unverändert erhalten blieb. Bodenbeläge und verzierte Türen weisen auf die Zeit des Jugendstils hin. Nun darf das Übernachtungsgebäude auf ein Erwachen aus dem Dornröschenschlaf hoffen.

Im Rahmen des Gesamtprojektes ist die Nutzung als Wohnheim für Studenten und/oder für junge Eisenbahner geplant. Wichtigster baurechtlicher Schritt dazu: Mit Bescheid der Landeseisenbahnaufsicht vom 25. November 2016 wurde das Gebäude "von Eisenbahnbetriebszwecken freigestellt" und somit der kommunalen Planungshoheit der Stadt Augsburg unterstellt. Zur Jahreswende 2016/2017 soll ein entsprechender Bauantrag eingereicht werden.

Nach einer Sanierung der umliegenden Gebäude und Freianlagen bietet das Übernachtungsgebäude inmitten des Museumsgeländes ein attraktives und ruhiges Umfeld für Studium, Arbeit und Wohnen.

Raum für Ideen:
Das historische Wasserhaus

Westlich angrenzend an den Bahnpark Augsburg befindet sich das denkmalgeschützte "Wasserhaus" aus dem Jahr 1906. Im Zusammenhang mit dem Kultur- und Museumsprojekt Bahnpark eröffnet sich im Wasserhaus viel Raum für Ideen. Nutzungskonzepte verschiedenster Art sind denkbar. Über den Bahnpark kann das Wasserhaus erschlossen und direkt an die Firnhaberstraße mit den geplanten Parkpätzen und der geplanten Straßenbahnlinie angebunden werden. Die ruhige Lage im Stadtgebiet, die Nähe zur Universität und zur Hochschule und viele andere Vorteile machen das Wasserhaus zum attraktiven Standort für Büros, Seminarräume, Hotelnutzung und vieles mehr.